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Das Rentengeheimnis!

Lesen Sie hier die aktuellen Artikel vom Rechtsanwalt Norbert Lotte:

Rentnerglück

Rentnerglück unter Palmen?

Rentnerglück unter PalmenFast sieben Prozent aller Rentenzahlungen aus Deutschland gehen ins Ausland.  Allein im Jahre 2015 zahlte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) 1,75 Millionen Renten über die Grenzen hinweg aus. Rund 70 Prozent der Auslandsrenten gehen dabei an 1,23 Millionen Rentenempfänger in Länder der Europäischen Union. Rund 240 000 Renten werden in die übrigen europäischen Länder gezahlt. Die restlichen 280 000 gehen in verschiedene Länder weltweit. Den höchsten Anteil hieran haben die USA mit insgesamt 100 000 Zahlungen.

Der Großteil der Auslandsrenten geht allerdings nicht an Deutsche, die im Ausland leben. Rund 87 Prozent der Empfänger sind ausländische Staatsangehörige, die durch ihre Beitragszahlungen an die Deutsche Rentenversicherung Rentenansprüche erworben haben.

Nur etwas mehr als 220 000 der Renten auf der Grundlage von Beitragszahlungen gehen an Deutsche, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt fest im Ausland haben. Und daran hat die Schweiz mit knapp 26 000 Rentnern den höchsten Anteil.  Hinzu kommen natürlich noch die Pensionen für Beamte im Ruhestand sowie Betriebsrenten.

Viele Deutsche träumen vom Ruhestand im Süden

Sein Rentnerglück im Ausland findet allerdings nur, wer sich gewissenhaft darauf vorbereitet. Angehende Auswanderer sollten sich schon im Vorfeld in Rente-, Kranken- und Pflegeversicherungsfragen umfassend beraten lassen.  Die Gefahren liegen insbesondere bei Steuern, Krankenkasse oder Riester-Rente – und stecken oft im Detail.

Schnee und Kälte, Winter in Deutschland. So sah der Alltag auch in den vergangenen Wochen aus. Viele Menschen sehnen den Frühling herbei, und mancher träumt davon, irgendwo zu wohnen, wo immer Sommer ist – am Mittelmeer vielleicht. Spätestens mit dem Beginn des Rentenalters soll es so weit sein.

Zwei von drei Deutschen können es sich einer Umfrage des Ipsos-Instituts zufolge vorstellen, ihren Ruhestand im Ausland zu verbringen. Mancher lässt dem Wunsch auch Taten folgen.

Rund 130.000 Menschen kehren laut Angaben des Statistischen Bundesamtes Jahr für Jahr Deutschland den Rücken. Jeder Zehnte davon ist im Rentenalter.

Zu den Top-Auswanderer-Ländern gehören die USA, wo es meist jüngere Menschen hinziehen dürfte. Doch auch Spanien und die Türkei rangieren vorn – beide sind oder waren oft Sehnsuchtsländer für Rentner aus Deutschland.

Auf die „Gesetzliche“ ist auch im Ausland Verlass!

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Renten derzeit in rund 150 Länder. Innerhalb der Europäischen Union erhalten Rentenberechtigte ihre volle gesetzliche Rente aus sämtlichen beitragspflichtigen und beitragsfreien Zeiten. Dies betrifft demnach auch die Rentenansprüche für Zeiten, in denen sie im Ausland gearbeitet haben.

Damit die Rente auch ankommt, reicht die neue Adresse und eine internationale Bankverbindung, über die man die Rentenversicherung frühzeitig informieren muss.

Wer sich außerhalb der EU niederlässt, muss mit Rentenkürzungen rechnen. Je nach Land gelten nämlich einige Sonderregeln, etwa bei Erwerbsminderungsrenten. Hier könne es außerhalb der EU-Staaten sowie der Schweiz zu Zahlungseinschränkungen kommen.

Vorsicht bei Riester!

Wer eine Riester-Rente abgeschlossen hat, sollte allerdings genau hinschauen. Bis 2009 fiel dabei die gesamte staatliche Förderung durch Zulagen oder Steuerersparnisse weg, wenn man ins Ausland ging – egal, welches Land das Ziel war.

Der Europäische Gerichtshof kippte diese unsinnige Regelung im Jahre 2010. Wer innerhalb der EU umzieht, kann nun die staatliche Förderung, die er für seinen Riester-Vertrag erhalten hat, behalten. Dies gilt auch für die Länder Island, Norwegen und Liechtenstein, die zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gehören.

Dies gilt allerdings nicht, wenn man die EU verlässt. Dann muss der Riester-Sparer die bis zum Zeitpunkt der Auswanderung erhaltenen Zulagen zurückzahlen. Und da können vor allem bei langjährigen Sparern schon mal 10.000 Euro an Zulagen zusammengekommen sein. Die Förderung muss allerdings nicht sofort zurückgezahlt werden. 15 Prozent der Rentenauszahlung müssen laut Stiftung Warentest monatlich abgeführt werden. So lange, bis die Förderung zurückgezahlt ist.

Diese Einschränkungen gelten allerdings nur für die Riester-Rente, denn hier behält sich der Staat wegen der Förderung einige Sonderregeln vor.

Für Rentner mit privaten Rentenversicherungen gilt hingegen: Die Versicherung zahlt immer, unabhängig vom Wohnsitz.

Häufig werden Steuern fällig

Auch an die Steuer müssen Ruheständler im Ausland denken, denn dort mischt der deutsche Fiskus ebenfalls mit:  Seit dem 1. Januar 2005 werden die Renten besteuert – und zwar auch, wenn sie ins Ausland überwiesen werden. Die Steuerpflicht in Deutschland richtet sich nach dem deutschen Einkommensteuergesetz.

Um eine Doppelbesteuerung der Einkünfte zu vermeiden, hat Deutschland mit vielen Staaten ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Das heißt: Wenn die Steuern ans deutsche Finanzamt gezahlt worden sind, hält sich das ausländische Finanzamt heraus – und umgekehrt.

Der größte Nachteil für alle Auslandsrentner liegt darin, dass der in Deutschland geltende Steuerfreibetrag von momentan 8 820 Euro für Alleinstehende  bzw. 17 640 Euro für Verheiratete  im Ausland nicht gilt, genauso wenig wie das Ehegattensplitting. Wer also jenseits der Landesgrenzen wohnt, ist damit vom ersten Euro an steuerpflichtig.

Wer allerdings mindestens 90 Prozent seiner Einkünfte aus Deutschland bezieht, kann den Antrag stellen, in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig zu bleiben – und dann gelten Freibeträge und Ehegattensplitting weiterhin. Der Antrag muss an das Finanzamt Neubrandenburg gerichtet werden, das für alle im Ausland lebenden Rentner zuständig ist.

Die Krankenversicherung zahlt nicht alles

Nutzen auch Sie das neue E-BookAuch bei der Krankenversicherung lauern Fallstricke. Grundsätzlich sind deutsche Rentner, die im EU-Ausland leben, zwar weiterhin über die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland versichert. Das gilt allerdings nicht für diejenigen, die im neuen Wohnstaat einen eigenen Leistungsanspruch etwa aufgrund einer Beschäftigung haben.

Gesetzlich Krankenversicherte können sich im Europäischen Wirtschaftsraum am neuen Wohnort registrieren lassen. Dort bekommen die Rentner allerdings nur die Sachleistungen, die für Einheimische üblich sind. Es besteht also keine Garantie auf ein vergleichbares Versorgungsniveau wie in Deutschland. Außerhalb der EU verliert man den deutschen Krankenversicherungsschutz sogar vollständig. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine private Zusatzkrankenversicherung abschließen, die auch im Ausland gültig ist.

Das ist aber gerade im Alter teuer, genau wie der Abschluss einer Krankenversicherung vor Ort. Alternativ kann man noch eine langfristige Auslandskrankenversicherung abschließen. Dies ist allerdings nur für maximal fünf Jahre möglich.

Zusätzliche Pflegeversicherung ist ratsam

Die Pflegeversicherung übernimmt im Ausland nur die Grundkosten. Sachleistungen wie einen ambulanten Pflegedienst oder Essen auf Rädern muss man selbst zahlen. Wer plant, bis ins hohe Alter im Ausland zu bleiben, sollte eine private Zusatzpflegeversicherung abschließen. Auch diese ist aber kostspielig.

Es ist zu überlegen, ob man seine Zelte in Deutschland wirklich vollständig abbricht. Wer hierzulande seinen Erstwohnsitz behält und sich nur einen Zweitwohnsitz im Ausland zulegt, hat weder mit Rente und Steuer noch mit Kranken- und Pflegeversicherung Probleme.

Vielleicht reicht es ja, nur die Wintermonate in wärmeren Gefilden zu genießen und den Sommer weiterhin in Deutschland zu verbringen.

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