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Norbert Lotte

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Das Rentengeheimnis!

Lesen Sie hier die aktuellen Artikel von Norbert Lotte:

Die EU Rente

Die Erwerbsunfähigkeitsrente (EU Rente)

 

EU Rente berechnen - In jungen Jahren denkt kaum jemand an schwere Unfälle oder BerufskrankheitenIn jungen Jahren denkt kaum jemand an schwere Unfälle oder Berufskrankheiten, die nicht nur das Ende der beruflichen Laufbahn bedeuten, sondern auch große finanzielle Einschnitte mit sich bringen können. Die Realität sieht anders aus. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland beziehen eine Rente wegen einer Erwerbsminderung, weil sie einen Unfall hatten, chronisch krank sind oder dauerhaft unter Depressionen leiden

Ist die Leistungsfähigkeit so weit eingeschränkt, dass kein Beruf acht Stunden lang ausgeübt werden kann, so setzt die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente ein. Doch die Bezüge aus EU Rente sind sehr gering, die Voraussetzungen werden oftmals nicht erreicht.

Der Gesetzgeber definiert die Erwerbsunfähigkeit als körperliche und geistige Unfähigkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen zu können. Und was viele nicht wissen, sie ist berufsunabhängig. Die frühere Unterscheidung in gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente und Berufsunfähigkeitsrente gibt es seit dem 1.1.2001 nicht mehr.

Das alte Modell wurde durch eine Staffelung abgelöst. Die “Rente wegen voller Erwerbsminderung” wird gezahlt, wenn weniger als drei Stunden gearbeitet werden können. Wer in der Lage ist, mehr als drei und maximal sechs Stunden am Tag zu arbeiten, hat Anspruch auf die “Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.” Diese Staffelung gilt nicht für Menschen, die schon am 31.12.2000 Anspruch auf eine Erwerbsunfähigkeitsrente hatten, dieser Anspruch bleibt bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres erhalten.

 

Voraussetzungen und Anspruch 2017

EU Rente berechnen - Jeder, der in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat und die letzten fünf Jahre vor Antragsstellung berufstätig (allgemeine Wartezeit), sowie mindestens drei Jahre in einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung tätig war, hat Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente.Jeder, der in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat und die letzten fünf Jahre vor Antragsstellung berufstätig (allgemeine Wartezeit), sowie mindestens drei Jahre in einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung tätig war, hat Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente.

Bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit kann die Wartezeit schon frühzeitig erfüllt sein. Auch Behinderte, die nur in einer geschützten Werkstatt arbeiten können, haben Anspruch auf die Rente. Die Höhe der Rente ist davon abhängig, wie lange man noch einen Beruf ausüben kann. Findet sich kein Arbeitsplatz, um das fehlende Einkommen bei der “Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung” auszugleichen, besteht Anspruch auf die Rente wegen voller Erwerbsminderung.

 

EU Rente berechnen

Entscheidend für die Berechnung der Rentenhöhe sind wie bei der regulären Rentenberechnung die angesammelten Rentenjahre, der letzte Verdienst sowie die Entgeltpunkte/Rentenpunkte.

So bekamen Neu-Rentner 2014 monatlich im Durchschnitt 628 Euro ausgezahlt, 2015 waren es laut Bundesarbeitsministerium bereits 672 Euro.

Umso länger die Zeit zwischen dem Beginn der Rente wegen Erwerbsminderung und der Altersgrenze ist (= Zurechnungszeit), desto mehr Abschläge von bis zu 10,8 Prozent müssen hingenommen werden. Im Durchschnitt sind die Rentenbezieher bei der Antragstellung ja erst 50 Jahre alt. Seit 2012 wird die Altersgrenze für abschlagsfreie EU-Renten schrittweise auf 65 Jahre angehoben.

Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente kann bei diversen Reha-Einrichtungen, beim behandelnden Arzt oder im örtlichen Bürgerbüro (Rathaus) gestellt werden. Sollte eine Ablehnung des Antrags erfolgen, so ist Widerspruch möglich, welchem allerdings nicht stattgegeben werden muss. Unterliegt man im Klagefall schließlich vor dem Sozialgericht, so ist die Sozialhilfe die letzte Einnahmequelle.

 

Befristung anfangs auf 3 Jahre!

EU-Renten sind zeitlich zunächst auf drei Jahre befristet, anschließend wird in einem Prüfverfahren untersucht, ob sich der Gesundheitszustand verbessert hat. Verlängert sich die Arbeitsfähigkeit auf mehr als drei Stunden, erfolgt die Umwandlung in eine “Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung”.

Union und SPD haben sich bereits Ende November 2016 darauf verständigt, dass die Renten für Menschen mit geminderter Erwerbsfähigkeit künftig so berechnet werden sollen, als ob sie bis 65 Jahre gearbeitet hätten – nicht wie heute bis 62. Die bestehenden Abschläge bleiben zunächst unverändert. Allerdings profitieren von den aktuellen Verbesserungen nur diejenigen, die vom 1. Januar 2018 erstmals eine EU-Rente beziehen.

Nach drei Überprüfungen, also erst nach neun Jahren wird eine unbefristete Rente gewährt. Diese wird auch dann gezahlt, wenn abzusehen ist, dass sich die berufliche Leistungsfähigkeit nicht mehr positiv verändern wird.

 

Hinzuverdienstgrenzen beachten!

Menschen, die eine EU-Rente erhalten, müssen Einkommenshöchstgrenzen beachten. Überschreitet der Hinzuverdienst eine Grenze, wird die Rente nur noch teilweise oder gar nicht mehr gezahlt.

Viele Menschen sind auf die EU-Rente angewiesen, wenn Krankheiten in ihrem Verlauf eine dauerhafte Ausübung der eigenen Arbeit nicht mehr möglich machen. Die Höhe der Erwerbsminderungsrente hängt zum größten Teil vom Erwerbsminderungsrente-Gutachten ab, welches von einem fachkundigen Arzt erstellt wird.

 

 

Das Erwerbsminderungsrente-Gutachten

EU Rente berechnen - KostendeckelungDie Kostendeckelung des Gutachters durch die Rentenversicherungsträger erlaubt diesem nur grundlegende Anamnesen und Untersuchungen bei der Erstellung des Gutachtens. So werden vor allem folgende Grunduntersuchungen bei einem Erwerbsminderungsrente-Gutachten durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit des Antragstellers zu überprüfen:

 

  •     Messung von Körpergröße und Körpergewicht
  •     falls relevant: Messungen des Blutzuckerspiegels, der Nervenbahnen und der Hirnströme
  •     Röntgen-Untersuchungen von Gelenken oder dem Stützapparat
  •     die Überprüfung verschiedener Laborwerte
  •     die Auswertung älterer Anamnesen durch Fachärzte
  •     ein persönliches Gespräch mit dem Antragsteller

 

Für die meisten Menschen sind vor allem die letzten beiden Punkte von entscheidender Bedeutung. Denn viele Erkrankungen sind komplex und betreffen verschiedene diagnostische Fachrichtungen, sodass der Gutachter diese nicht vollständig überblicken kann.

Aus diesem Grund ist es ratsam, sich schon vor dem Termin zum Erwerbsminderungsrente-Gutachten die eigenen Erkrankungen möglichst frühzeitig und umfassend durch Experten feststellen und alle Teile und Teilaspekte der eigenen Erkrankungen dokumentieren zu lassen. Die Diagnosen der verschiedenen Fachärzte können beim Gutachten im Anschluss vorgelegt werden und erleichtern die Beurteilung durch den Gutachter deutlich. Dies ist vor allem bei komplexen Erkrankungen wichtig, da die bestellten Gutachter häufig nicht in der Lage sind, bei solchen Erkrankungen die passende Diagnose zu stellen. Je mehr Details von spezialisierten Fachkollegen dem Gutachter vorliegen, umso einfacher wird es für diesen, ein positives Gutachten zu erstellen.

Ein weiterer, enorm wichtiger Punkt ist das persönliche Gespräch zwischen Gutachter und Antragsteller. Dieses sollte möglichst detailliert ablaufen und dem Gutachter aufzeigen, wie es um die Arbeits- und Einsatzfähigkeit des Betroffenen bestellt ist. Auf dieses Gespräch sollte man sich gut vorbereiten und im Vorfeld wichtige und relevante Fakten sammeln.

 

Der Gutachter interessiert sich vor allem für den Tagesablauf und die darin für den Betroffenen enthaltenen Schwierigkeiten. Ist es diesem beispielsweise nicht mehr möglich sich selbstständig die Schuhe zu binden, kann dies für den Gutachter ein wichtiges Indiz sein, dass feinmotorische Tätigkeiten nicht mehr in Frage kommen.

Manchmal wird für ein Erwerbsminderungsrente-Gutachten ein Psychologe hinzugezogen, um weitere Erkrankungen genauer zu definieren und zu sichern. Dies ist auf jeden Fall als positiv zu bewerten, da eine weitere Fach-Expertise das Erwerbsminderungsrente-Gutachten stützt. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, mit den Ärzten und Gutachtern umfassend und konstruktiv am Gutachten mitzuwirken.

 

Positives Klima mit dem Gutachter schaffen!

EU Rente berechnenErschwert wird dies allerdings häufig durch den sehr schlechten Honorarschlüssel für die Gutachter, welche somit nur wenig Zeit in ein solches Gutachten investieren können. Dementsprechend wichtig ist Ihre umfassende Vorarbeit, welche es dem Gutachter erlaubt sich schnell ein Bild von oftmals komplexen Krankheitsbildern und Einschränkungen zu machen und somit ein passendes Gutachten zu erstellen.

Grundsätzlich setzt sich ein Erwerbsminderungsrente-Gutachten somit aus vielen kleinen und großen Details zusammen, welche insgesamt ein schlüssiges Gesamtbild ergeben müssen. Anhand der verschiedenen Angaben der Fachärzte, der eigenen Untersuchung und des gemeinsamen Gespräches kann der Gutachter umfassend bewerten, wie es um die Arbeitsfähigkeit des Patienten bestellt ist.

Je nachdem in welchem Maße der Gutachter die Arbeitsfähigkeit des Patienten beurteilt, wird die Höhe beziehungsweise der Anteil der Erwerbsminderungsrente bemessen. Aus diesem Grund sollten Sie ein solches Erwerbsminderungsrente-Gutachten nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich umfassend und gründlich vorbereiten. Von diesem Gutachten hängt für Sie eine Menge ab. Schließlich soll die Erwerbsminderungsrente als Ausgleich für nicht mehr leistbare Arbeitsleistungen dienen.

 

Kein Berufsunfähigkeitsschutz mehr!

Bis zum Jahr 2001 war der Berufsunfähigkeitsschutz in der gesetzlichen Rentenversicherung enthalten. Berufsunfähigkeit liegt dann vor, wenn das Leistungsvermögen im erlernten Beruf aufgrund einer Krankheit oder Behinderung auf weniger als sechs Stunden gesunken ist.

Menschen, die sich weiterhin hinreichend absichern möchten, müssen heute privat vorsorgen. Besonders Menschen in Risikoberufen oder mit bestimmten Vorerkrankungen sollten sich von einem Experten beraten lassen. Wichtig ist dabei, dass private Versicherer nicht zwischen voller und teilweiser Erwerbsminderung unterscheiden, gezahlt wird meist erst dann, wenn die Leistungsfähigkeit auf unter drei Stunden gesunken ist. Weitere Informationen zu den Sonderfällen und individuelle Szenarien sollten mit einem spezialisierten und unabhängigen BU-Experten besprochen werden.

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