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Das Rentengeheimnis!

Lesen Sie hier die aktuellen Artikel von Norbert Lotte:

Die Schuldenlast der westlichen Welt läuft aus dem Ruder

Der Schuldenozean

Die Schuldenlast der westlichen Welt läuft aus dem Ruder. Selbst die Deutsche Bundesbank diskutiert in ihrem jüngsten Monatsbericht ernsthaft, ob man die ungedeckte Kreditvergabe durch Banken gänzlich stoppen sollte.

Geldschöpfung ohne Ende

Früher war das Thema „Geldschöpfung“  Diskussionsstoff für Experten. Doch durch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die damit seit Jahren viele Billionen Euro in die Finanzmärkte pumpt, wird darüber heute öffentlich diskutiert . Die EZB möchte mit ihrer Maßnahme die Kreditvergabe in der Euro-Zone und damit letztlich die Wirtschaft ankurbeln. Allerdings gibt es Zweifel an diesem Modell des schuldenfinanzierten Wachstums.

Die Welt steht bereits tief in der Kreide. "Die globalen Schulden liegen heute bei 199 Billionen Dollar und damit um 57 Billionen Dollar höher als zu Beginn der Finanzkrise 2007", schreibt die Beratungsgesellschaft McKinsey. Gibt es also zu viel Geld in Form von Schulden? Und welche Rolle spielen die Banken als Schöpfer von Giralgeld dabei?

Die Bundesbank hat das gewachsene öffentliche Interesse zum Anlass genommen, den Geldschöpfungsprozess in ihrem April-Monatsbericht mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Kreditvergabe läuft heute längst nicht mehr so, wie man es in der Schule und zum Teil auch auf der Universität meistens erklärt bekommen hat. Dort hieß es regelmäßig, dass Banken die Einlagen ihrer Sparer an Firmen oder Privathaushalte weiterverleihen. Die Bank fungierte nach dieser Lesart lediglich als Vermittler, der das Geld der einen an die anderen weiterreicht.

Doch das ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Die Kreditvergabe kann heute "grundsätzlich ohne vorherige Zuflüsse von Kundeneinlagen stattfinden", so die Bundesbank. Die Geldschöpfung ist das Ergebnis eines simplen "Buchungsvorgangs, bei dem die Bank den vergebenen Kredit als Gutschrift für den Kunden verbucht."

Ein Beispiel:

Der Kunde Giralo möchte 10.000 Euro Kredit. Die Bank stimmt zu und schreibt den Betrag dessen Konto gut. Es entsteht per Knopfdruck Geld aus dem Nichts, wobei die Bank diese Kreditvergabe nicht grenzenlos betreiben kann. Nur ein Teilbetrag des Darlehens muss bei der Zentralbank als Reserve hinterlegt werden. "Dies widerlegt einen weitverbreiteten Irrtum, wonach die Bank im Augenblick der Kreditvergabe nur als zwischengeschalteter Mittler auftritt, also Kredite lediglich mit Mitteln vergeben kann, die sie zuvor als Einlage von anderen Kunden erhalten hat", so die Bundesbank.

Das wird deutlich, wenn man sich mal überlegt, was passiert, wenn der Bankkunde sein Geld, statt zu sparen, ausgibt. Dann würde er sich beispielsweise für 50.000 Euro ein Wohnmobil kaufen und exakt diesen Betrag auf das Girokonto des Verkäufers überweisen, so dass sich das Geldvermögen des Kunden mit der Abbuchung um exakt den überwiesenen Betrag vermindert hätte.

Simsalabim - das gilt nicht für den Bankensektor!

Man höre und staune: Der Einlagen-Saldo des Bankensektors hätte sich durch die Überweisung nicht verändert, obwohl doch 50.000 Euro abgeflossen sind. Dieses Geldschöpfungsprivileg der Banken ist nach der Finanzkrise ins Gerede gekommen. Was läge also näher, als den Banken hier einen Riegel vorzuschieben. Etwa durch die Vorschrift, dass für einen Kredit in Höhe von einer Million Euro exakt eine Million Euro als Sicherheitspuffer hinterlegt werden müssen.

Banken dürften dann nur so viel verleihen, wie sie tatsächlich haben. Das aktuell geltende Teilreservesystem würde dann durch das sogenannte „Vollgeld“ mit 100-prozentiger Reservehaltung ersetzt.

Die Banken wären dann wieder jederzeit in der Lage, den Kunden ihre gesamten Spareinlagen auszuzahlen.

 "Wenn mehr Einleger als erwartet ihre Sichtguthaben abziehen, weil sie erwarten, dass andere Einleger ihre Guthaben abziehen und sie daher einen Zusammenbruch der Bank befürchten, kann dies zu einem ,Run' auf Banken führen", so die Bundesbank.

Die Bundesbank glaubt allerdings nicht, dass die Einführung des „Vollgelds“ allein ein Mehr an Sicherheit brächte. Vielmehr müssten die Regeln so geändert werden, "dass eine Geldschöpfung durch Geschäftsbanken de facto nicht mehr möglich ist"

Eigene Schulden als reguläres Zahlungsmittel akzeptiert zu bekommen, ist eine überaus ungewöhnliche und damit befremdliche Errungenschaft der Banken.

In diesem Zusammenhang  ist allerdings bemerkenswert, dass es für das „Giralgeld“ bis heute keine systematische Rechtsgrundlage gibt, obwohl wir heute alle in einem „Giralgeldsystem“ mit einem faktischen „Giralgeldmonopol“ der Banken leben, in dem das „Bargeld“ systemisch so gut wie irrelevant geworden ist.

Eine Gesetzeslücke? Gewiss, wenn der Gesetzgeber weiter schläft, kann es gut sein, dass, ausgehend vom Giralgeld, auf dem Gebiet privater Zahlungsmittel und Währungen weltweit schwer umkehrbare Tatsachen geschaffen sein werden, die jeder staatlichen Finanzsouveränität endgültig den Garaus machen.

Die Wirtschaftswissenschaft betrachtet Giralgeld – d.h. die Guthaben auf Girokonten – sowieso nur als Geldsurrogat, .d.h. als Geldersatz für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Diese Auffassung stammt allerdings noch aus den Zeiten der Metallgeldwährungen und Bargeldwirtschaft und ist heute veraltet und irreführend.

Dessen ungeachtet ist das Giralgeld in unserer Wirklichkeit heute das allgemein und am meisten verwendete Zahlungsmittel überhaupt (80 Prozent oder mehr der Geldmengen), also eindeutig Geld, und zwar das heute dominante Geld.

Das heutige Geldsystem beruht auf reinem Zeichengeld (fiat money, im Unterschied zu Metallgeld oder Warengeld). Das Zeichengeld besteht in seiner Quellform als unbares Geld auf einem Bankkonto oder Zentralbankkonto.

Die Banken brauchen kein Bargeld!

Das alles bestimmende Kontogeld ist das Giralgeld der Banken, nicht die sog. Reserven (= unbares Zentralbankgeld). Die pro-aktive Giralgeldschöpfung der Banken bestimmt also de facto, wieviel Geld erzeugt wird und damit vorhanden ist.

Unsere Zahlungsgewohnheiten bewirken bislang noch, dass ein gewisser Teil der durch Giralgeld bestimmten Geldmenge aus dieser bar aus- und wieder eingewechselt wird. Aber das Bargeld besteht schon lange nicht mehr als Voraussetzung des Giralgelds, sondern umgekehrt, Münzen, Banknoten und Zentralbankreserven entstehen nur noch im technischen Nachgang zur pro-aktiv vorauslaufenden Giralgeldschöpfung der Banken.

Angeblich im Namen der Wirtschaftsfreiheit der Bürger, in Wahrheit und Wirklichkeit jedoch allein im Interesse der Banken und ihrer Eigentümer.

Im historischen Verlauf entstand das Giralgeld als eine Bargeldverbindlichkeit der Banken gegenüber ihren Kunden. Aus der Verrechnung solcher Verbindlichkeiten folgte ihre Übertragbarkeit und damit der bargeldlose Zahlungsverkehr. Da wir bargeldlose Zahlung heute ebenso zu schätzen wissen wie in früheren Zeiten schon die großen Handelshäuser und Banken untereinander, verlangen wir eine Auszahlung in barem gesetzlichem Zahlungsmittel nur noch in geringem und abnehmendem Umfang und benutzen die Bankschuld-Gutschriften namens Giralgeld wie bares Geld – wozu das Giralgeld de facto denn auch geworden ist. 

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