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Norbert Lotte

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Das Rentengeheimnis!

Lesen Sie hier die aktuellen Artikel vom Rechtsanwalt Norbert Lotte:

Problem der Überschuldung

Am Letzten beißen die Hunde!

Bundesweit hat sich das Problem der Überschuldung erneut verschärft. Laut aktuellem Schuldner-Atlas, den die Wirtschaftsauskunftei Creditreform einmal jährlich neu erstellt, konnten 2016 mehr als 6,8 Millionen Menschen über 18 Jahre ihre Rechnungen2016 konnten mehr als 6,8 Millionen Menschen über 18 Jahre ihre Rechnungen nicht bezahlen nicht bezahlen. Ein Jahr zuvor waren es 130 000 Personen weniger. Diese Entwicklung erscheint vielleicht überraschend, weil ja die wirtschaftliche Lage in Deutschland angeblich besser denn je ist. Nie zuvor in den vergangenen 25 Jahren gab es so wenige  Arbeitslose. Wie kann es aber sein, dass unter solchen Voraussetzungen immer mehr Menschen in Zahlungsnöte geraten?

Wer ist betroffen?

Menschen im Niedriglohnsektor und viele Langzeitarbeitslose sind besonders häufig betroffen. Auf den ersten Blick also zwei Personengruppen, die wenig finanzielle Reserven haben und bei unerwarteten Ausgaben oder bei sich ändernden Lebenssituationen sehr schnell den Boden unter den Füssen verlieren und in einen finanziellen Abwärtsstrudel geraten.

Das Problem der privaten Überschuldung hat aber mittlerweile auch breite Teile der Mittelschicht und viele kleine Selbständige erreicht. Eine Überschuldung ist nämlich schnell geschehen und kann so gut wie jeden treffen. Das Scheitern einer Immobilienfinanzierung oder einer selbstständigen Existenz, eine plötzliche Krankheit oder eine überraschende Arbeitslosigkeit, ein unverschuldeter Unfall oder auch eine Scheidung mit den damit verbundenen materiellen und psychischen Belastungen kann jeden in die Schuldenfalle treiben.

Aller Anfang ist zunächst einfach!

Der Weg in die Überschuldung ist nicht weitAm Anfang stehe meistens ein ständig überzogenes Girokonto. Das beunruhigt zunächst kaum einen der Betroffenen, denn diese gehen am Anfang ganz einfach davon aus, dass mit der nächsten Gehaltszahlung alles wieder im Lot sei. Dann wird plötzlich eine größere, unerwartete Ausgabe fällig, weil vielleicht der Elektroherd oder das Auto kaputt ist und schon gerät das Budget erstmals aus den Fugen. Wenn dann plötzlich noch der Arbeitsplatz verloren geht, ein Unfall passiert oder die Ehe geschieden wird, ist der Weg in die Überschuldung nicht weit.

Laut Schuldner-Atlas gibt es immer mehr Fälle mit einem hohe Schadenvolumen, bei denen der Schuldner im Rahmen der Zwangsvollstreckung sein gesamtes Vermögen mit eidesstattlicher Versicherung offenlegen muss:

Der Schuldner ist zu einer eidesstattlichen Versicherung (früher: Offenbarungseid) gegenüber dem Gerichtsvollzieher verpflichtet, wenn der die Vermögensauskunft nach § 802c Abs. 1 und 2 ZPO erteilt.

Dabei müsste es so weit gar nicht so weit kommen, wenn sich die Betroffenen früher helfen lassen würden. Zwischen dem ursächlichen "worst case" (z.B. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung) und dem Aufsuchen einer Schuldnerberatung, vergehen in der Regel mehr als drei Jahre. In der Zwischenzeit hat es erfahrungsgemäß (weitere) Mahnverfahren, Vertragskündigungen, Vollstreckungstitel, Pfändungen und Zwangsvollstreckungen bis hin zur Zwangsversteigerung gegeben.

Nicht bis „Matthaei am Letzten“ warten!

Seit Anfang der 1980er Jahre bieten Schuldnerberatungsstellen in Deutschland überschuldeten Personen und Familien Beratung und Unterstützung bei der Lösung ihrer finanziellen und persönlichen Probleme an. Nach dem Sozialrecht sind die Kommunen verpflichtet, Schuldnerberatung zur Verfügung zu stellen. Beraten werden kann jeder private Haushalt, der hilfebedürftig ist oder dem der soziale Abstieg droht. Die Sozialämter in Gemeinden, Städten und Landkreisen können überschuldeten Menschen eine Schuldnerberatungsstelle vermitteln.

Derzeit arbeiten mehr als 1.000 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in ganz Deutschland.Daneben gibt es Schuldnerberatungsstellen, die auf Grundlage der Insolvenzordnung (§ 305 InsO) von den Ländern als Insolvenzberatungsstellen anerkannt sind, um Überschuldeten die Restschuldbefreiung nach dem Verbraucherinsolvenzverfahren zu ermöglichen.

Derzeit arbeiten mehr als 1.000 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in ganz Deutschland. Die Anschriften der Beratungsstellen in den einzelnen Bundesländern findet man am schnellsten im Internet.

Träger von Schuldnerberatungsstellen sind größtenteils der Deutsche Caritasverband, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland, das Deutsche Rote Kreuz, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, die Arbeiterwohlfahrt oder Verbraucherberatungsstellen sowie die Sozialämter in Gemeinden, Städten und Landkreisen. Das Beratungsangebot ist in der Regel kostenlos, die Mitarbeiter sind Angestellte der Träger oder ehrenamtliche Mitarbeiter.

Vorsicht vor Abzockern!

Es gibt leider nicht nur seriöse Anbieter, sondern auch einige schwarze Schafe, die die Not der Schuldner ausnutzen wollen. Finger weg, wenn Werbung den schnellen Schritt aus der Schuldenfalle verspricht. Denn dabei handelt es sich oft um Kreditvermittler und die reichen Anfragen der Schuldner an Banken weiter. Zu den Angeboten gehört dann meist, dass man gegen hohe Gebühren Antragsformulare anfordern muss. Den ersehnten Kredit hat man damit noch lange nicht. Wenn man über den Kreditvermittler einen Kredit erhält, wird das Darlehen zumeist bei einer Teilzahlungsbank vermittelt, deren Zinssätze wesentlich höher sind als bei Geschäftsbanken oder Sparkassen.

Erste Schritte des seriösen Schuldnerberaters

Die erste Aufgabe der Schuldnerberater besteht in der Regel darin, eine genaue Analyse der Schulden vorzunehmen und die Rechtmäßigkeit der Forderungen der Gläubiger zu überprüfen. Sehr wichtig ist auch zu prüfen, ob der Schuldner die Schulden noch aus eigener Kraft bewältigen kann. Danach stellt der Schuldnerberater einen individuell erstellten Entschuldungsplan vor und übernimmt meist die Verhandlungen mit den Gläubigern.

Dem Schuldnerberater geht es also zunächst  einmal darum, Transparenz in die Situation zu bringen: Wie viele Gläubiger gibt es? Wie hoch sind die Gesamtverbindlichkeiten? Welche Rate kann der Schuldner leisten?

Die Arbeit wird Schuldnerhelfern so rasch nicht ausgehen. Dafür sorgt auch die Altersüberschuldung, die immer mehr Menschen jenseits der 60 trifft. Experten erklären dies mit einer mangelhaften Altersvorsorge und körperlichen Gebrechen, die es irgendwann nicht mehr erlauben, etwas hinzuzuverdienen. So hat die Zahl überschuldeter 70-Jähriger zuletzt um 16 Prozent zugenommen. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen registrierten die Wirtschaftsforscher ein Plus von sieben Prozent auf 504 000 Fälle. Am meisten überschuldete Personen gibt es in der Altersgruppe 30 bis 39 Jahre (1,88 Millionen), gefolgt von der Gruppe der bis 30-Jährigen (1,66 Millionen). Gründe sind hier oft Konsumschulden.

Weitere Informationen lesen Sie in meinem kostenfreien Buch "Volle Kraft voraus!"

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