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Norbert Lotte

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Das Rentengeheimnis!

Lesen Sie hier die aktuellen Artikel von Norbert Lotte:

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Die Keule für die Mittelschicht!

Nach langem Hick-Hack über die Streichung einiger „unangenehmer“ Passagen konnte der 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung jetzt endlich verabschiedet werden.

Der Bericht befasst sich am Rande auch mit den Abstiegsängsten der Mittelschicht, die darin eher bagatellisiert werden Dabei ist Angst, im Alter nicht ausreichend abgesichert zu sein, in der Bevölkerung klar zu erkennen. Knapp 46 Prozent der Bevölkerung macht sich Sorgen um Altersarmut - Frauen mit 50,4 Prozent im Übrigen wesentlich stärker als Männer (41 Prozent). Die von Ursula von der Leyen (frühere Familienministerin) vor allem bei Geringverdienern befürchtete Altersarmut wird allerdings künftig auch wohlhabendere Bundesbürger treffen, die sich mit Blick auf ihre Ersparnisse im Moment noch in Sicherheit wiegen.

 der 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung jetzt endlich verabschiedet

Schreckgespenst Niedrigzins!

Ein Segen für jeden Häuslebauer, der dem Staat zusätzlich einen fast ausgeglichenen Haushalt verschafft? Doch Vorsicht ist angesagt, da er gleichzeitig auch den Grundstock für künftige Altersarmut und Sozialleistungen schafft– ein sozialer Kollaps mit Ansage.

Jahrelang suggerierten uns Politik und Versicherungen, wir müssten in unseren jungen Jahren nur fleißig Geld auf die Seite legen. Dann würden wir im Alter einen gesunden Kapitalstock aufgebaut haben, der weiterhin Zinsen abwirft – ein wesentlicher Baustein für unsere Altersabsicherung

Doch die Niedrigzinsen erweisen sich vor allem bei Lebensversicherungen, Sparkonten oder Anleihen als gewaltiger Schlag ins Kontor.

Denn die Zinsen bewegen sich auch weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau. Kaum ein Experte, der im Euroland für die nahe Zukunft signifikant höhere Zinsen erwartet – selbst ein vorübergehender Anstieg kann darüber nicht hinwegtäuschen.

Negative Realzinsen

Bei manchem Anleger dürften da nostalgische Erinnerungen an die Bundesbank wach werden. Diese akzeptierte in D-Mark-Zeiten zu keiner Zeit negative Realzinsen. Im Schnitt pendelte der Realzins damals um vier Prozent Plus. Die Bundesbank erwies sich damit als zuverlässigster Verbündeter der Sparer. Selbst wenn man aus heutiger Sicht die ersten elf Jahre des Euro miteinbezieht, ergibt sich seit 1955 immer noch ein durchschnittlicher Realzins von 3,7 Prozent.

Heute liegen die realen Zinsen gut 4,5 Prozentpunkte unter diesem Schnitt und sind bereits seit Sommer 2011 negativ. Nach Berechnungen der Allianz entgehen allein den deutschen Versicherten im Vergleich zu den Jahren 2007 bis 2009 inzwischen jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro an Zinseinnahmen und zwei Milliarden Euro an anderen Einkommen.

250 000 Euro schmelzen auf 150 000 Euro!

  • Schon bei 2,5 Prozent Inflation schrumpft die Kaufkraft von 250 000 Euro binnen 20 Jahren auf  150 000 Euro zusammen. Und die deutschen Privathaushalte sitzen auf einem vom Zins abhängigen Vermögen von rund 2,5 Billionen Euro. Darunter fallen Dinge wie Bankeinlagen, Anleihen, Rentenfonds, Lebensversicherungen, Betriebsrenten usw. Eine Zinsänderung von nur einem Prozentpunkt schlägt da gleich mit 25 Milliarden Euro zu Buche, egal in welche Richtung.

Da der Realzins heute um gut 4,5 Prozent unter seinem langjährigen Durchschnitt liegt, bedeutet das im Vergleich zu früheren Zeiten für den deutschen Sparer einen Aderlass von mehr als 110 Milliarden Euro – jährlich!

Dabei steuert die Geldentwertung in Euro-Land mit 2,60 Prozent längst wieder auf die 3-Prozent-Marke zu. Und nachdem selbst die Erträge zehnjähriger Bundesanleihen mittlerweile auf deutlich unter - 1 Prozent gesunken sind, gibt es kaum noch reale Möglichkeiten, um diese Geldentwertung auch nur auszugleichen. Von einem positiven Ertrag nach Steuern kann in diesem Zusammenhang schon lange keine Rede mehr sein.

Da könnte man fast Lebensversicherer bemitleiden, die derzeit ihre Zinsversprechen nur noch ächzend erfüllen können. Was ist mit all den Menschen, die Lebens- oder Rentenversicherungen abgeschlossen haben und dafür heute deutlich weniger Geld erhalten als geplant?

Noch erhält so mancher Rentner eine großzügige Betriebsrente. Aber auch die Unternehmen haben die hierfür bestehenden Systeme aufgrund des internationalen Kostendrucks schon seit Jahren erheblich reduzieren müssen.

Und die derzeitige Niedrigzinsphase zwingt zahlreiche Unternehmen, diese Versorgungsleistungen weiter zu kürzen. Sie können den deutlichen Anstieg der Pensionsrückstellung, der sich allein aus den sinkenden Zinsen ergibt, bilanziell nicht weiter verkraften.

Viele Unternehmen bieten deshalb nur noch solche Modelle an, bei denen die Mitarbeiter ihre betriebliche Altersversorgung aus eigenen Mitteln – über den Weg des Gehaltsverzichts – finanzieren.

Wer soll das bezahlen?

Wovon leben also später die Arbeitnehmer?

Als Erstes trifft es die geburtenstarken Jahrgängen, die kurz vor ihrem Ruhestand stehen: Auf ihre Ersparnisse erhalten sie kaum noch Zinsen, ihre Lebensversicherungen werfen weniger ab.

Schon heute ist eine wachsende Altersarmut zu beobachten.Auch ihre Arbeitgeber reduzieren die von ihnen finanzierten Versorgungsleistungen – und sie haben nicht mehr genügend Zeit, über den Weg der Entgeltumwandlung einen hinreichenden Versorgungsbaustein aufzubauen. Ganz abgesehen davon, dass selbst dann nur eine bescheidene Verzinsung erzielt wird.

Schon heute ist eine wachsende Altersarmut zu beobachten.

Auch die gesetzliche Rente wird – trotz gegenteiliger Versprechungen  - weiteren Kürzungen unterliegen. So stieg der Zahl derjenigen, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind, von 2005 bis 2013 um fast fünfzig Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt 2014). Im Dezember 2016 waren das bereits 525 595 Personen. Und die Anzahl der Menschen, die Grundsicherung beantragen werden, wird künftig weiterhin zunehmen, auch wenn die Zahl der Grundsicherungsempfänger im Jahre 2016  erstmals seit 2003 um 10 000 Personen gesunken ist, was allerdings hauptsächlich auf Änderungen beim Wohngeld und die Rentenerhöhungen im vergangenen Jahr zurückzuführen ist.

Auch künftig werden nicht alle Rentner gesundheitlich in der Lage sein, weiterhin erwerbstätig zu sein. Auch können nicht für alle Rentner adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden. Der Staat und der Steuerzahler werden einspringen müssen.

Und kaum ein Land trifft die Alterung der Gesellschaft so brutal wie Deutschland. Die jährlichen Ausgaben für Renten, Gesundheit und Pflege werden sich bis zum Jahre 2060 fast verdoppeln – von 520 Milliarden Euro 2013 auf sagenhafte 1.017 Milliarden Euro p.a.

Dies wird die jüngere Generation belasten. Schon heute wissen die jungen Menschen, dass ihre Altersversorgung noch geringer ausfallen wird, sie gleichzeitig aber höhere Beiträge zahlen müssen.

Über diese gesellschaftliche Komponente der niedrigen Zinsen wird immer noch viel zu wenig gesprochen. Der Niedrigzins mag heute einige Menschen freuen – doch er legt den Grundstock für künftige Altersarmut und den damit verbundenen Anstieg staatlicher Sozialleistungen.

Fazit:

Altersrmut - Nein Danke -- der neue Ratgeber von Norbert LotteMit den althergebrachten Sparformen muss der Anleger brechen, wenn er sein Vermögen erhalten oder gar ausbauen möchte. Auch Tagesgeld – es bringt im Schnitt deutlich unter 1 Prozent – eignet sich gerade noch zur Haltung von etwas Liquidität. Das traditionelle Sparbuch gehört ganz eingemottet.

„Längerfristig anlegen, weil das bessere Renditen bringt“, rät Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Er empfiehlt – natürlich – auch das Know-how institutioneller Anleger zu nutzen. Heise weiß, wovon er spricht. Schließlich wird auch von der Allianz erwartet, dass sie im aktuellen Zinsumfeld akzeptable Erträge schafft.

Doch auch die Sparer selbst können sich wehren und der schleichenden Enteignung ein Schnippchen schlagen: Bei längerfristiger Betrachtung beispielsweise mit dividendenstarken Aktien, lukrativen Mittelstandsanleihen, flexiblen Fonds oder gut verzinsten Bonds aus den aufstrebenden Ländern.

Wer sich nur kurzfristig dem Zinsdumping entziehen  will und etwas Risiko nicht scheut, kann auf den Anleihenmärkten fündig werden: bei Hochzinspapieren, Banken- und Hypothekenbonds oder bei Staatsanleihen aus Euro-Problemländern. Schließlich gab die Europäische Zentralbank mit ihrer Ankündigung, diese Papiere im Notfall unbegrenzt zu kaufen, eine Art Garantie.

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